Zweistöckiges modernes Haus mit weißer und grauer Fassade, umgeben von üppigem Grün und Bäumen, mit einem gepflegten Garten und einem Pfad.

Aufstockung in Allschwil

1604 Allschwil In den Vogelgärten 8

Um- und Anbau eines Einfamilienhauses von 1959

Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde die Erweiterung eines bestehenden Einfamilienhauses gewünscht. Unser Beitrag mit einer kompakten Aufstockung aus Holz konnte überzeugen und wurde schliesslich realisiert. Durch die Verlängerung der bestehenden Dachhaut wurde der Anbau optisch mit dem Hauptgebäude zu einer Einheit verbunden.

Moderne Gebäude aus weißen Ziegeln, umgeben von Bäumen und Sträuchern; im Vordergrund eine Frau mit einem Kind.

Bildungszentrum am Zürisee

1506 Wollerau Bildungszentrum

Wettbewerbsbeitrag gemeinsam mit STUDIOPEZ 4. Rang

Im Ortskern von Wollerau gelegen, ist das Bildungs- und Begegnungszentrum durch seinen hohen Grad an öffentlicher Nutzung ein wichtiger Teil des Ortes. Es ist umgeben von einer heterogenen, dörflich geprägten Bebauungsstruktur.

Die Gestaltung der Gesamtanlage sieht vor, das Potential der Parzelle wie Aussicht, Zugänglichkeit, Aussenräume und Belichtung bestmöglich zu entfalten. Darüber hinaus werden die Gebäudevolumen so angeordnet, dass sie sich zurückhaltend aus der Topografie entwickeln. Der Blick zum See wird erlebbar gemacht und das Schulhaus Dorfmatt wird ins Zentrum der neuen Anlage gerückt. Insgesamt bleibt das Schulhaus Dorfmatt als Bestand exponiert und die Raumhaftigkeit der Hanglage wird unterstrichen.

Die Form der neuen Gebäude ergibt sich aus dem vorgefundenen Kontext – den Fluchten und der Ausrichtung der Gebäude in der unmittelbaren Nachbarschaft. Das Schulhaus Dorfmatt, das Schulhaus Rungelmatt und das Mehrzweckgebäude beim Bächergässli werden in die Gestaltung integriert, so das ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Die Funktionen werden auf zwei unterschiedliche Volumen verteilt, eines in Form eines klassischen Riegels und ein weiteres in polygonaler Form. Zwischen den beide Volumen befinden sich im Anschluss an den polygonalen Gebäudeteil zwei terrassierte Geschosse. Durch diese Anordnung werden verschiedenartige Aussenräume für unterschiedlichen Nutzungen ermöglicht.

Die zentral angelegte, grosszügige Treppenanlage verbindet die verschiedenen Ebenen der Gesamtanlage und gewährleistet eine einfache Orientierung auf dem Gelände. Ziel des Entwurfs ist es, mit zwei neuen Gebäudeteilen eine Harmonisierung der Gesamtanlage zu erzielen. Darüber hinaus gilt es, die Qualitäten der Topografie mit den Baukörpern zu stärken.

NUTZUNGEN UND ZUGANG

Der Hauptzugang zum Gelände erfolgt von Süden her über die Gleise zu den Schulhäusern Dorfmatt und Runggelmatt. Die Zugänge sind sowohl für Fussgänger als auch für Fahrzeuge nutzbar. Vom Hauptplatz aus gelangt man zur neuen Aula oder am Schulhaus Dorfmatt vorbei zum neuen Schulgebäude. Alle Zugänge zu den Gebäuden auf der Haupt- und Pausenplatzebene sind durch ein gemeinsames, vorgelagertes Dach wettergeschützt miteinander verbunden.

Das westliche Gebäude beinhaltet die Schulräume sowie das Lernschwimmbecken. Das östliche Gebäude bietet Raum für die Aula im Obergeschoss, für Hort und Mediathek ein Geschoss darunter sowie für die Kinderkrippe im Erdgeschoss.

Die neuen Schulräume werden über den Pausenbereich zwischen dem Schulhaus Dorfmatt und dem Schulhaus Rungelmatt erschlossen. Der Zugang zum Lernschwimmbecken ist sowohl über die zentrale Treppenanlage als auch über einen Zugang auf Erdgeschossniveau möglich. Damit sind separate Eingänge für die öffentliche Nutzung sowie für interne Nutzungen gegeben.

Der Eingang der Aula ist vom Hauptplatz aus durch einen gedeckten Bereich vor dem Gebäude markiert. Hort und Mediathek sind entweder über die zentrale Terrasse oder über das Bächergässli zugänglich. Die Kinderkrippe ist über den Aussenbereich auf Erdgeschossniveau am Ende des Bächergässlis kinderwagengerecht erschlossen.

FUNKTION

Über den Hauptplatz ist die Anlieferung für Anlässe in der Aula direkt möglich. Die Aula öffnet sich zum Hauptplatz und so kann diese Fläche bei grösseren Veranstaltungen mit einbezogen werden.

In der darunter liegenden Etage sind Hortbereich und die von Hort und Kinderkrippe gemeinsam genutzten Räume untergebracht. Hier befindet sich auch die Mediathek. Sie ist in der Basisoption weit in den Hang hinein gebaut. Dadurch kann ohne Änderung der äusseren Erscheinung in der reduzierten Variante eine klassische Schulbibliothek ausgeführt werden. Über Oblichter ist die natürliche Belichtung der Mediathek gewährleistet.

Zentral im Gebäude angeordnet ist die Küche, welche somit die Versorgung der Bereiche von Kinderhort und Kinderkrippe als auch der Aula bei Veranstaltungen ermöglicht. Zusätzlich gibt es auf dieser Ebene einen Zugang über die Terrasse im Zentrum der Anlage.

In der unteren Etage befindet sich die Kinderkrippe mit angeschlossenen Nebenräumen. Der eigene Aussenspielbereich erstreckt sich über die gesamte Gebäudelänge und ist Richtung Zürichsee angelegt.

Beim Schulgebäude sind die fünf Klassenräume auf dem Niveau des bestehenden Pausenbereiches untergebracht. Sie sind nach Osten und Westen ausgerichtet und bilden ein zusammenhängendes System aus Klassen- und Gruppenräumen, die flexibel aufteilbar und nutzbar sind. Möglich ist auch eine Clusterbildung mit zwei gegenüber liegenden Klassen, oder Klassen- und Gruppenräumen. Ebenfalls denkbar sind grössere Lernlandschaften über zwei Klassen- und einem Gruppenraum.

Modell eines architektonischen Innenraums mit minimalistischem Design und mehreren Ebenen.

Wohncontainer für obdachlose Papeleiros

0501 Porto Alegre Viaduto da Conceição

Das Projekt wurde für obdachlose Papeleiros in Brasilien entwickelt. Es liegt am Viaduto Da Conceição in Porto Alegre unter einer viel befahrenen Schnellstrasse. Der damit verbundenen Lärm ist Hauptursache für die schlechte Akzeptanz des Ortes. Drogenkonsum und Kriminalität tun ihr Übriges.

Geplant wurde ein zwischen das Viadukt gespanntes Netz als Schutz vor herabfallenden Gegenständen. Die Berankung des Gewebes bildet im Laufe der Zeit eine geschlossene, grüne Wand.

30 neue Wohnmodule sorgen für ständige Publikumspräsenz und machen die Gegend sicherer. Ein mobiler Küchencontainer dient als Kantine für die Papiersammler. Ein Mehrzweckraum direkt unter dem Viadukt bildet das Zentrum der Anlage, hier wird unter der Woche gesammeltes Papier recycelt, neues geschöpft und direkt verkauft. Am Wochenende lässt sich der Saal zum Kino, Theater oder Versammlungsraum umnutzen.

Schwarz-Weiß-Bild eines modernen Gebäudes mit großen Fenstern, großen Containern und Bäumen im Hintergrund.

Wintergarten wird zu Atrium

2205 Frenkendorf Rebackerweg 9

Studie für den Umbau eines Einfamilienhauses.

Der Bestand beinhaltet drei Baukörpern aus unterschiedlichen Epochen und Konstruktionsweisen. Einen zweigeschossigen Gebäudeteil im Osten und ein dreigeschossiges Gebäude im Westen, die schliesslich zu einem Gesamtensemble verbunden wurden.

Kern unseres Beitrags ist die Verlegung der Kellertreppe in den Bereich des bestehenden Wintergartens. Die Decke über dem Kellergeschoss wird dafür geöffnet und es entsteht ein grosszügiges Atrium. Ausserdem wird dadurch eine kompakte Erschliessung erreicht und eine Option von zwei unabhängigen Wohneinheiten ermöglicht. Des weiteren wird die baugesetzliche Übernutzung im Erdgeschoss gelöst und sowohl Entrée als auch Sockelgeschoss durch einen lichtdurchfluteten Patio aufgewertet.

Straßenszene mit modernem Wohngebäude, vorbei fahrendem Cabrio und Straßenbahnschienen auf der Straße.

Aufstockung auf Parkhaus

1404 Birsfelden Muttenzerstr. 7

Neubau auf einem bestehenden Ladengeschäft mit Tiefgarage. Unter Berücksichtigung der bestehenden Tragstruktur wurde ein Volumen entwickelt, das sich sowohl statisch als auch städtebaulich in die Umgebung einpasst und für alle Wohneinheiten maximale Privatsphäre gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planung war die Schaffung einer Verbindung zwischen Rheinfelder und Muttenzerstrasse. Das zentral organisierte Treppenhaus ist im Sockel und Erdgeschoss auch für Passanten geöffnet, wodurch die neu eingerichteten Kurzzeitparkplätze und Ladesäulen an der Rheinfelderstrasse auf direktem Weg mit der Ladenpassage im Sockelgeschoss verbunden sind.

Innenansicht eines großen Bahnhofs mit hohen Decken und großen Fenstern, beleuchtet von vielen Deckenlichtern. Menschen bewegen sich durch die Halle, einige tragen Gepäck.

Lichtkonzept für den HB Zürich

1601 Wettbewerb Beleuchtung Zürich HB

Nächtliche Piazza für die Stadt Zürich

1871 wurde die Zürcher Bahnhofshalle erstellt. Damals, vor fast 150 Jahren, fuhren noch Dampfzüge in diesem rund 1800 m2 grossen Teil des Bahnhofs ein. Die bekannten Perrons kamen erst viel später dazu. Am öffentlichen Wettbewerb für ein neues Lichtkonzept haben 14 Büros aus dem In- und Ausland teilgenommen. Es galt, in einem Gesamtkonzept die drei Bereiche Bahnhofshalle sowie die Quer- und Perronhalle mit der Beleuchtung optimal zu interpretieren und zu inszenieren.

TAGESLICHT ALS LEITSCHNUR Die gemeinsam mit HHM Basel Elektro Engineering erarbeitete Lösung fokussierte auf ein integrales Lichtkonzept, das neue Orientierungsebenen für den Besucher, den Passagier aber auch für das SBB-Personal schafft. Ein wichtiges Element des Konzepts bildet der natürliche Lichteinfall. Die Perrons und die Bahnhofhalle profitieren am Tag von viel Tageslicht. Diese Tatsache war für die Entwicklung des Kunstlichtkonzepts wichtig. Das Konzept nimmt den Grundgedanken auf und führt ihn in die Nacht hinein. Bei Dämmerung wird das natürliche Licht verstärkt und die Tageslichtnutzung wird verlängert. Nachts wird die gewohnte Lichtführung des Tages für die Nutzer leicht verständlich weitergeführt. Durch digitale Lichtsteuerungen wird die optimale Nutzung der verfügbaren Tageslichtmenge gewährleistet. Mit einbezogen ins Konzept müssen auch Rahmenbedingungen der Auftraggeber. So bestehen z. B. zwingende Richtlinien und Regelwerke der SBB für die Beleuchtung von Bahnhöfen, Gleisfeldern und Tunnels.

DACH WIRD ZUM HIMMEL Ein zentraler Punkt zur Akzentsetzung stellt die grosse Haupthalle dar. Das Lichtkonzept sieht diese als grosse Piazza vor. Im Bereich der Überdachung wird das Dach nachts mittels künstlich erzeugtem Sternenhimmel optisch geöffnet und so eine Nachthimmelsituation simuliert. Jede Leuchte ist einzeln geschaltet und kann gedimmt werden, um einen möglichst realitätsnahen Nachthimmel zu erzeugen. Interessant sind auch die Überlegungen im Bereich der Perrons. Das Lichtband erfüllt dort zwei Funktionen. Zum einen wird die homogene Beleuchtung mit Simulation des Tageslichts gewährt. Zum anderen wird die Perronhalle mit der Architektur und Tragkonstruktion aufgehellt und akzentuiert. Es wäre möglich gewesen, mit steigender Beleuchtungsstärke von Anfang bis Ende des Perrons auf die Personenzahl zu reagieren. Ein anderer Vorteil dieses Szenarios ist, dass sich die Augen des Lokführers beim Einfahren des Zugs an die neue Lichtumgebung gewöhnen können. Die Bedeutung des Lichts wird an einem Konzept wie diesem sichtbar. Es sind weit mehr als nur technische Überlegungen, die das Gute vom Durchschnitt unterscheiden.